
Presseartikel aus der F.A.Z. vom 21.07.2025
Zusammenfassung: ‚Ein Streit entbrannte um die Nutzung der Neuen Börse in Frankfurt-Bockenheim. Dort sollen eine sanierungsbedürftige Berufsschule und zwei Gymnasien untergebracht werden. Die Stadt hat das Gebäude für 30 Jahre gemietet, um mehr Schulplätze zu schaffen. Der Bildungsdezernat plant, die Julius-Leber-Schule während der Sanierung in die Neue Börse auszulagern. Eltern der Gymnasien äußern Bedenken, dass die Berufsschüler negative Auswirkungen auf ihre Kinder haben könnten.
Einige Eltern befürchten, dass die Integration der Berufsschule das pädagogische Konzept der Gymnasien beeinträchtigen könnte. Eine Onlinepetition gegen die Maßnahme hat bereits 500 Unterstützer gefunden. Der Schulleiter des Neuen Gymnasiums zeigt Verständnis für die Sorgen der Eltern, glaubt jedoch, dass eine gute Organisation die Nutzung des Gebäudes ermöglichen kann.
Er betont, dass Berufsschüler Verantwortung tragen und es wichtig ist, Verständnis füreinander zu zeigen. Die Julius-Leber-Schule hat 2700 Schüler, die größtenteils nur an zwei Tagen in der Woche unterrichtet werden. Bildungsdezernentin Sylvia Weber ist überzeugt, dass die Bedenken der Eltern unbegründet sind.
Die Stadt muss sicherstellen, dass die Unterbringung reibungslos verläuft und die Bedürfnisse aller Schulen berücksichtigt werden. Der Schulleiter der Julius-Leber-Schule fordert eine Anerkennung der beruflichen Bildung als wichtigen Teil der Gesellschaft. Eltern, die sich gegen die Integration der Berufsschule aussprechen, werden kritisiert, da sie ein negatives Bild von den Berufsschülern zeichnen.
Die Diskussion um die Nutzung der Neuen Börse zeigt die Spannungen zwischen den verschiedenen Schulformen und den Herausforderungen im Bildungssystem. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten, um eine Lösung zu finden, die den Bedürfnissen der Schüler gerecht wird.‘