
Presseecho: Umbenennung des Neuen Gymnasiums nach Margot Friedländer
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet am 13. Juni 2026 darüber das Neue Gymnasium in Frankfurt‑Bockenheim nach der Holocaust‑Überlebenden Margot Friedländer zu benennen. Der Vorschlag, der vom Ortsbeirat eingebracht und von der CDU‑Fraktion unterstützt wurde, zielt darauf ab, der Schule nicht nur einen Namen, sondern ein deutliches pädagogisches und moralisches Leitbild zu geben: Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus, Einsatz für Menschlichkeit, Toleranz und die Verteidigung demokratischer Werte.
Prominente Unterstützung erhält der Antrag von Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), der Friedländer als „eine der wichtigsten Mahnerinnen unserer Zeit“ bezeichnete und die geplante Umbenennung als ein starkes Zeichen für demokratische Bildung und historische Verantwortung lobt. Auch Kultusminister Armin Schwarz (CDU) und Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) stehen dem Vorschlag positiv gegenüber. Ziel der Initiatoren ist, die Benennung möglichst zum Beginn des kommenden Schuljahres umzusetzen; Margot Friedländer war 2025 im Alter von 103 Jahren gestorben, ihr Lebenszeugnis soll auf diese Weise dauerhaft würdigend präsent bleiben.
Die Begründung für die Namensgebung ist bewusst pädagogisch ausgerichtet: Ein Gymnasium, das den Namen einer Zeitzeugin trägt, verbinde Wissensvermittlung mit Werteerziehung und biete Schülerinnen und Schülern ein identitätsstiftendes Vorbild. Friedländers eindringliches Mahnen gegen das Vergessen und ihr lebenslanges Eintreten für Menschlichkeit und Zivilcourage sollen im Schulalltag wirksam werden und die Auseinandersetzung mit Geschichte zu einem festen Bestandteil der Schulkultur machen. Auf der Webseite des Neuen Gymnasiums selbst wird die geplante Umbenennung nicht nur als Ehrung dargestellt, sondern als programmatisches Bekenntnis zu historischer Verantwortung und demokratischer Bildung.
Für unsere Schulgemeinschaft eröffnet dieser Vorschlag die Chance, das Andenken an eine bedeutende Zeitzeugin sichtbar zu machen und Erinnerungskultur aktiv in Unterricht und Schulalltag zu verankern. Zugleich verpflichtet ein solcher Name dazu, die damit verbundenen Werte beständig lebendig zu halten: durch Projekte, Unterrichtseinheiten und ein Schulklima, das Toleranz, Verantwortung und Zivilcourage fördert.
